Ost-Tunnel

Im Frühjahr 2021 hat das Staatliche Bauamt anstelle des Zentrumstunnels (oder der nie eingehend untersuchten B2-Unterfahrung) eine gedeckelte ortsnahe Ostumfahrung in offener Bauweise (Ost-Tunnel) in die Variantenauswahl aufgenommen.

Die Länge und Lage der Tunnelabschnitte ist bisher unklar. Die oberirdischen Anbindebauwerke im Norden, Süden und Osten, werden die Verkehrsbelastung in diesen Bereichen aber erhöhen. Bei der offenen Bauweise müssen alle Gebäude, Bäume und anderen Einrichtungen auf der Trasse weichen. Anwohnern droht die Belastung mit Lärm und Staub über 5 – 10 Jahre Bauzeit.

Unsere Bewertung des Ost-Tunnels:

Die gedeckelte Ostumfahrung ist zwar formal ein Tunnel, bringt aber fast alle Nachteile einer Ost- oder West-Umfahrung mit sich:

  • Jeglicher B2-Ausbau bedeutet eine Verkehrszunahme für Weilheim.
  • Tunnelabschnitte und Trassenverlauf können im Planungsverlauf anders ausfallen (Geldmangel, Grundwasser, Autohaus-Neubau).
  • Lärmeintrag von den Anbindungen im Norden, Osten und Süden in die Stadt
  • Zerstörung des Naherholungsgebiets Dietlhofer See
  • Zerstörung des gewachsenen Bodengefüges landwirtschaftlicher Flächen
  • Drohender Verkehrskollaps im weiteren B2 Verlauf
  • Alle 300 Meter Rettungsschächte mit oberirdischem Bauwerk und Zufahrtsstraße für die Rettungskräfte
  • Türöffner für weitere Bau- und Gewerbegebiete

Dagegen soll der Verkehr innerhalb Weilheims, verglichen mit 2017, um lediglich unmerkliche 0,29 % abnehmen, umweltfreundlichere Alternativen (die beiden rechten Spalten) wurden aus der Variantenauswahl genommen.